..hab ich hier, und mir gehts sehr gut. ist aber zuviel fuers internet, dafuer hat man hier keine muse, habe aber ein moleskin dabei und bin immer mit ner kamera bewaffnet
Monatsarchiv für Juli 2009
..ich bin gespannt auf eine andere, fremdartige, faszinierende, inspirierende Kultur!
Begleitet mich doch einfach dabei..
Ausgegebenes Geld: 757
Geld/Tag: 21,62; oje ;(
Geld fuer Equipment: 224
Geld/Tag nur fuer Versorgung: 15,22; schon besser..
Kilometer: 2960
Kilometer/Tag: 92,5
Tage: 35
Tatsaechlich gefahrene Tage: 32
..es ist vollbracht:
Tag 35, 80 km, Malaga.
Jetzt fragt ihr euch sicher, “Malaga?”, war nicht mal von Algeciras die Rede? Ist natuerlich richtig, ich habe abgebrochen, warum, weiterlesen!
Interessant sind die Veraenderungen am Koerper waehrend der Tour (neben dem Muskelzuwachs und Fettverlust natuerlich) in Bezug zum Stoffwechsel, Wunden, die immer wieder auftraten verheilten innerhalb eines Tages. Positive Auswirkungen waren zudem durch den Verzicht auf Drogen wie Alkohol und Tabak zu spueren, die einem extrem Energie nehmen, was man im Alltag aber gar nicht so wahrnimmt!
Toller Song: Armut hat Kraft
Was mir noch in Spanien aufgefallen ist:
- Mangelnde Sprachkenntnisse der Bewohner ausserhalb des Spanischen
- Muell liegt ueberall! in der Natur rum, leider kein Plastikflaschenpfand hier
- Die Policia macht sich haeufig ein einfaches Leben, einmal sogar welche beobachtet die geschlagene drei! Stunden in einem Cafe verbrachten, aber natuerlich immer die Hand an der Waffe, die sogar Verkehrspolizisten hier als Standardausruestung haben
- Viele Autofahrer Hupen und strecken der erhobenen Daumen nach draussen, gibt einem immer einen Energiekick, super!
- Hier gibt es schon Schlangen, habe mehrere Tote, aber mindestens einen Meter lange am Strassenrand gesehen
Letzte Nacht war ziemlich aufregend, erst von netten Polizisten am Strand geweckt worden, die mich vor dem ansteigenden Meeresspiegel gewarnt haben (irgendwelche Stroemungen, das Wasser war auch eiskalt..)
und dann noch zwei streunende Hunde, aber diesmal sehr freundlich und gar nicht aggressiv!
Am naechsten Morgen dann die Ueberraschung: Die Huelle des Schlafsacks ist beim naechtlichen Umzug verloren und vom Meer weggespuelt worden, nach langem Suchen aber zum Glueck gefunden..
Nun zur Tour:
Bis Malaga war die Streckenfuehrung nicht sehr problematisch, ein paar Mal auf die Autobahn ausgewichen um grosse Umwege zu vermeiden, aber ab Malaga gibt es nur noch Autobahnen bis Algeciras, und dort sind Radfahrer definitiv, ich habe mich heute mehrmals beim Comissariat General und zwei Oficinas de Touristica erkundigt, verboten, und das Risiko 100 Euro bezahlen zu muessen ist es mir einfach nicht wert..
Ein Ausweichen ins Landesinnere waere moeglich, ist aber bei der dort herrschden Hitze toedlich..
Meine letzte Hoffnung waren die kleinen Strassen direkt neben den Autobahnen, auf die ist aber leider kein Verlass, und deswegen ab und an Mal 30 Kilometer oder mehr zurueckfahren zu muessen ist mir auch zu umstaendlich..
..und deshalb verzichte ich auf die restlichen 137 km und nehme morgen den Autobus nach Algeciras und genehmige mir dort erstmal ein kuehles Bier!
Aber: Ich habs doch geschafft, bin ziemlich stolz auf mich und wer mir das unter aehnlichen Bedingungen nachmacht, bekommt einen Kasten Bier von mir zur Selbstabholung geschenkt!
Ich bin auch ziemlich froh das es jetzt zu Ende ist, ist alles in allem doch eine ziemliche mentale Herausforderung und auch Qual (wollte das Wort eigentlich nicht benutzen..)!
Damit endet mein Blog hier und ich bedanke mich fuers eifrige mitlesen, ab jetzt beginnt der Blog zu Marokko, ist aber unregelmaessig und ich weiss noch nicht genau wie ich das regeln werde.
Sorry an die Maedels aus Oesterreich, hatte echte keine Lust mehr auf ne einstuendige Busfahrt
34. Tag.
Nerja, 90 Kilometer.
Noch drei Nächte schlafen und zwei Tage strampeln bis Algeciras. Von dort geht’s zunächst in die spanische Exklave Ceuta in Afrika.
da bin ich wieder, hatte die letzten Tage keinen Nerv mich im Internet zu bewegen, soviel anderes zu tun!
Tag 32: Retamar, 110 km.
Tag 33: La Rabita, 100 km.
Zuerst mal vielen lieben Dank an euch fuer die ganzen Glueckwuensche per Mail und Blog, habe mich sehr gefreut!
Vorgestern ist mir ein ziemliches Malheur passiert: Mein schweres Hinterrad blieb auf einer unbefestigten Strasse ploetzlich stecken, ich steig ab und versinke sofort in geschmolzenem Teer.. ihr koennt euch sicher vorstellen wie schnell man sich von oben bis unten inklusive Fahrrad unbeabsichtigt vollsauen kann ![]()
Den restlichen Tag und gestern habe ich deshalb ziemlich viel Zeit mit Reinigungsarbeit vollbracht, bei der ich alle fuenf Minuten furchtbare Verwuenschungen und Flueche ausgestossen haben muss, zumindest haben mich anwesende Passanten immer verstoert betrachtet
Zudem wird man hier nun nicht mehr nur von Muecken gestoert, dazu gesellen sich jetzt erfreulicherweise tagsueber noch ihre Freunde, die Fliegen.. schaut euch ein x-beliebiges Video ueber Menschen in Afrika an, ungefaehr die gleiche Menge Fliegen klebt jetzt auch staendig an mir, vorzugsweise im Gesicht
Grosse Probleme habe ich die letzten Tage zudem mit der guenstigen Essensbeschaffung, da knurrt schon mal ab und an der Magen, keine Sparkasse an der Kueste und nur kleine Laeden oder Restaurants..
Gestern habe ich mir deshalb zur Feier des Tages in La Rabita einen “Hamburguesa” gegoennt, frisch zubereitet, richtig lecker!
Fast alles Wasser hier in Spanien ist mit Chlor versetzt, aetzend.. sogar das abgefuellte Wasser, wenn auch in kleineren Konzentrationen.
Langsam gewoehnt sich mein Magen aber daran, genauso wie an die Hitze, so schwer zu ertragen ist es gar nicht mehr, endlich Akklimatisiert!
Was mir immer viel Freude bereitet und ich zwecks Gewoehnung nur alle zwei Tage mache ist Anfaenger-Doping: Einen Espresso, zwei Glucosetabletten und nen halben Liter Wasser reinhauen und ab geht die Dampfwalze fuer circa zwei Stunden, traumhaft!
Uebrigens, wer nicht ausgelacht werden will: Niemals einen Espresso in Spanien bestellen, der heisst hier einfach nur “un cafe” und kostet in der Regel einen Euro (in Frankreich ca. 1,25 Euro) und schmeckt echt super..
Wer lange Zeit keine Musik aus den Boxen gehoert hat kennt den Effekt vielleicht, denn irgendwann stellt der Kopf automatisch auf Jukebox um und spielt alle Songs die du kennst rauf und runter, spart Strom und animiert zum mittrommeln und -singen
Zwei gute (ein ernster und ein lustiger) Artikel, die ich euch nicht vorenthalten will:
Mueckenabwehr: http://www.welt.de/lifestyle/article905640/Wie_man_fiese_Muecken_vertreibt.html
G8 in Italien: http://linksunten.indymedia.org/de/node/8809
Zum Thema biologische Mueckenabwehr: Mayonnaise mit Ajo (Knoblauch) und Tonic Water wirken ganz gut bei mir!
Gibt natuerlich ein paar neue Fotos!
Liebe Gruesse an Antoine und Zoe!
110 km, Garrucha. Viele Berge an der Kueste, ganz schoen ermuedend, paar neue Fotos
..gute Nacht!
Tag 30.
120 Kilometer, Mazarron.
Schon wieder Reifen durchgefahren, neuen bei Decathlon gekauft. Neues Profil war bitter nötig. Die alten Reifen waren schon so abgefahren, dass ich bei Regen gerutscht bin. Diesmal hält auch der Schlauch.
Morgen geht’s nach Andalusien!!!
Tag 29. 130 km, La Mojos, alles in Ordnung!
Mache gerade Siesta und habe die Moeglichkeit, kostenlos das Internet zu benutzen, da nutzte ich die Zeit doch am Besten um noch ein paar Gedanken aufzuschreiben.
Die Oeffnungszeiten aller Geschaefte in Spanien sind sehr gewoehnungsbeduerftig, ab halb 10 geht hier erst alles richtig los, liegt wohl daran, dass die Spanier nicht aus den Betten kommen, weil sie den Abend intensiv nutzen, da es zu dieser Tageszeit nicht so heiss ist.
Die Tankstellen von Repsol haben hervorragende Toiletten, steuere jetzt nur noch diese an
Ich werde voraussichtlich nur einen Monat in Marokko verbringen, da ich dann fuer die Rueckkehr weniger Geld blechen muss, meine franzoesische Bahncard laeuft am 23. 08. aus, ausserdem muesste ich bei laengerem Aufenthalt kraeftig fuer die Ueberschreitung meiner Auslandsreisekrankenversicherung zahlen..
Heute wurde ich von einem Auto ueberholt, aus dem mir der Beifahrer den Hitler-Gruss mit zugehoeriger Parole entgegen gebloekt hat