..es ist vollbracht:
Tag 35, 80 km, Malaga.
Jetzt fragt ihr euch sicher, “Malaga?”, war nicht mal von Algeciras die Rede? Ist natuerlich richtig, ich habe abgebrochen, warum, weiterlesen!
Interessant sind die Veraenderungen am Koerper waehrend der Tour (neben dem Muskelzuwachs und Fettverlust natuerlich) in Bezug zum Stoffwechsel, Wunden, die immer wieder auftraten verheilten innerhalb eines Tages. Positive Auswirkungen waren zudem durch den Verzicht auf Drogen wie Alkohol und Tabak zu spueren, die einem extrem Energie nehmen, was man im Alltag aber gar nicht so wahrnimmt!
Toller Song: Armut hat Kraft
Was mir noch in Spanien aufgefallen ist:
- Mangelnde Sprachkenntnisse der Bewohner ausserhalb des Spanischen
- Muell liegt ueberall! in der Natur rum, leider kein Plastikflaschenpfand hier
- Die Policia macht sich haeufig ein einfaches Leben, einmal sogar welche beobachtet die geschlagene drei! Stunden in einem Cafe verbrachten, aber natuerlich immer die Hand an der Waffe, die sogar Verkehrspolizisten hier als Standardausruestung haben
- Viele Autofahrer Hupen und strecken der erhobenen Daumen nach draussen, gibt einem immer einen Energiekick, super!
- Hier gibt es schon Schlangen, habe mehrere Tote, aber mindestens einen Meter lange am Strassenrand gesehen
Letzte Nacht war ziemlich aufregend, erst von netten Polizisten am Strand geweckt worden, die mich vor dem ansteigenden Meeresspiegel gewarnt haben (irgendwelche Stroemungen, das Wasser war auch eiskalt..)
und dann noch zwei streunende Hunde, aber diesmal sehr freundlich und gar nicht aggressiv!
Am naechsten Morgen dann die Ueberraschung: Die Huelle des Schlafsacks ist beim naechtlichen Umzug verloren und vom Meer weggespuelt worden, nach langem Suchen aber zum Glueck gefunden..
Nun zur Tour:
Bis Malaga war die Streckenfuehrung nicht sehr problematisch, ein paar Mal auf die Autobahn ausgewichen um grosse Umwege zu vermeiden, aber ab Malaga gibt es nur noch Autobahnen bis Algeciras, und dort sind Radfahrer definitiv, ich habe mich heute mehrmals beim Comissariat General und zwei Oficinas de Touristica erkundigt, verboten, und das Risiko 100 Euro bezahlen zu muessen ist es mir einfach nicht wert..
Ein Ausweichen ins Landesinnere waere moeglich, ist aber bei der dort herrschden Hitze toedlich..
Meine letzte Hoffnung waren die kleinen Strassen direkt neben den Autobahnen, auf die ist aber leider kein Verlass, und deswegen ab und an Mal 30 Kilometer oder mehr zurueckfahren zu muessen ist mir auch zu umstaendlich..
..und deshalb verzichte ich auf die restlichen 137 km und nehme morgen den Autobus nach Algeciras und genehmige mir dort erstmal ein kuehles Bier!
Aber: Ich habs doch geschafft, bin ziemlich stolz auf mich und wer mir das unter aehnlichen Bedingungen nachmacht, bekommt einen Kasten Bier von mir zur Selbstabholung geschenkt!
Ich bin auch ziemlich froh das es jetzt zu Ende ist, ist alles in allem doch eine ziemliche mentale Herausforderung und auch Qual (wollte das Wort eigentlich nicht benutzen..)!
Damit endet mein Blog hier und ich bedanke mich fuers eifrige mitlesen, ab jetzt beginnt der Blog zu Marokko, ist aber unregelmaessig und ich weiss noch nicht genau wie ich das regeln werde.
Sorry an die Maedels aus Oesterreich, hatte echte keine Lust mehr auf ne einstuendige Busfahrt
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